Stand: 27.08.2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese AGB gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung „TrueVisit" (nachfolgend „Dienst") zwischen TrueDigital, LLC, 131 Continental Dr, Suite 305, Newark, DE 19713, USA (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde").
Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln.
§ 2 Vertragsgegenstand / Leistungsbeschreibung
2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Anwendung zur digitalen Erfassung und Zusammenfassung von Besichtigungen zur Verfügung (Erfassung von Räumen, Fotos, Angaben und Unterschriften sowie Erstellung einer PDF-Zusammenfassung, Team-/Kalenderfunktionen, optionaler Kundenlink zur Selbsterfassung).
2.2 TrueVisit ist ein Dokumentations- und Erfassungswerkzeug. Der Dienst erstellt keine rechtsverbindlichen Angebote oder Kostenvoranschläge; die daraus erstellte Zusammenfassung dient dem Kunden als Grundlage für seine eigene Angebotserstellung.
2.3 Der konkrete Funktions- und Nutzungsumfang richtet sich nach dem gewählten Paket (Starter, Pro, Business) mit den jeweils angegebenen Grenzen (Nutzerzahl, Besichtigungen pro Monat, Speicher in GB). Angaben wie „ca. X Besichtigungen" zu Speicherpaketen sind unverbindliche Richtwerte bei durchschnittlicher Nutzung und hängen von Anzahl und Größe der Fotos ab. Verbindlich ist das Speicherlimit in GB.
2.4 Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln, soweit die Kernfunktion der Besichtigungsdokumentation erhalten bleibt. Wesentliche Einschränkungen werden dem Kunden mit angemessener Frist mitgeteilt.
§ 3 Registrierung, Testphase und Vertragsschluss
3.1 Die Nutzung setzt eine Registrierung mit gültiger E-Mail-Adresse voraus. Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich.
3.2 Der Anbieter stellt eine kostenlose Testphase bereit: 1 Monat oder bis zu 15 Besichtigungen, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Für die Testphase sind keine Zahlungsdaten erforderlich. Pro Nutzer ist die Testphase nur einmal nutzbar.
3.3 Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Paket auswählt und den Bestellvorgang über den Zahlungsdienstleister abschließt.
3.4 Soweit der Kunde personenbezogene Daten seiner Endkunden über den Dienst verarbeitet, ist der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) nach Art. 28 DSGVO Voraussetzung für die weitere Nutzung.
§ 4 Preise, Abrechnung und Laufzeit
4.1 Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise. Der Anbieter hat seinen Sitz in den USA und ist in der Europäischen Union nicht umsatzsteuerlich registriert. Die Rechnung enthält deshalb keine Umsatzsteuer. Für Kunden in der EU gilt das Reverse-Charge-Verfahren: der Kunde führt die Umsatzsteuer in seinem eigenen Land ab und zahlt den angegebenen Preis ungekürzt. Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist für den Abschluss nicht erforderlich.
4.2 Die Abrechnung erfolgt je nach Wahl monatlich oder jährlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Abrechnungszeitraum verlängert sich automatisch um die jeweils gewählte Periode, sofern nicht gekündigt wird.
4.3 Bei fehlgeschlagener Zahlung informiert der Anbieter den Kunden und gewährt eine Kulanzfrist von 7 Tagen, in der der Zugang in der Regel weiter nutzbar bleibt und die Zahlung erneut versucht wird. Wird die Zahlung innerhalb dieser Frist nicht erfolgreich nachgeholt, kann der Anbieter den Zugang zu kostenpflichtigen Funktionen einschränken und das Abo beenden.
4.4 Nach Beendigung des Abos (z. B. Kündigung oder Zahlungsausfall) bleiben die Daten des Kunden für eine Schonfrist von 30 Tagen zur Sicherung/Export erhalten, soweit keine früheren Löschungen (z. B. durch den Kunden selbst) erfolgt sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Danach können die Daten endgültig gelöscht werden. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, seine Daten rechtzeitig zu exportieren (Exportfunktion im Konto).
4.5 Ein Wechsel des Pakets (Upgrade/Downgrade) ist möglich, soweit über den Dienst bzw. den Zahlungsdienstleister angeboten. Bei Downgrade gelten die Limits des niedrigeren Pakets; bei Überschreitung des Speichers kann der Anbieter neue Uploads sperren, bis die Grenze eingehalten wird.
§ 4a Empfehlungsprogramm („Freunde werben")
4a.1 Der Anbieter kann ein freiwilliges Empfehlungsprogramm anbieten, bei dem bestehende Kunden über einen persönlichen Empfehlungslink neue Kunden werben können. Ein Rechtsanspruch auf Teilnahme oder auf Prämien besteht nicht.
4a.2 Art, Höhe und Voraussetzungen von Prämien (z. B. Willkommens-Rabatt für den Geworbenen, Guthaben für den Werber) sowie etwaige Begrenzungen ergeben sich aus den jeweils aktuellen Angaben im Dienst. Der Anbieter behält sich vor, diese Konditionen anzupassen oder das Programm zu begrenzen.
4a.3 Eine Prämie wird nur gewährt, wenn der geworbene Kunde ein kostenpflichtiges Abo tatsächlich abgeschlossen und bezahlt hat. Guthaben wird als Verrechnung mit künftigen Rechnungen gutgeschrieben; eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
4a.4 Nicht zulässig sind insbesondere Eigen- und Mehrfachanmeldungen, das Anlegen von Scheinkonten sowie jede sonstige missbräuchliche Nutzung. Der Anbieter kann in solchen Fällen Prämien verweigern, aussetzen oder bereits gewährte Prämien zurückfordern.
4a.5 Der Anbieter kann das Empfehlungsprogramm sowie dessen Bedingungen ändern, aussetzen oder beenden. Bereits rechtmäßig erworbene und noch nicht verbrauchte Guthaben bleiben hiervon unberührt.
§ 5 Kündigung
5.1 Der Kunde kann das Abonnement jederzeit selbst über sein Konto zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen. Bereits gezahlte Beträge für die laufende Periode werden nicht anteilig erstattet.
5.2 Nach Vertragsende bzw. Konto-Löschung werden die Daten des Kunden gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Für die Schonfrist nach Abo-Ende gilt § 4.4. Der Kunde ist für den rechtzeitigen Export seiner Daten selbst verantwortlich (Exportfunktion ist im Konto verfügbar).
§ 6 Pflichten des Kunden
6.1 Der Kunde nutzt den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB.
6.2 Der Kunde ist für die von ihm bzw. seinen Endkunden erfassten Inhalte allein verantwortlich. Er stellt sicher, dass für die Aufnahme und Verarbeitung von Fotos und personenbezogenen Daten seiner Endkunden die erforderlichen Einwilligungen/Rechtsgrundlagen vorliegen. Dokumentierte Freigabe-Checkboxen im Dienst ersetzen diese Pflicht nicht.
6.3 Der Kunde verpflichtet sich, keine rechtswidrigen, beleidigenden oder sensiblen Inhalte (z. B. Ausweisdokumente, Gesundheitsdaten) ohne Rechtsgrundlage hochzuladen.
6.4 Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer vom Kunden zu vertretenden rechtswidrigen Nutzung oder aus vom Kunden eingestellten Inhalten resultieren, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.
§ 7 Verfügbarkeit, Wartung und Störungen
7.1 Der Anbieter strebt eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes an, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit und keine 100 %ige, ununterbrochene oder fehlerfreie Erreichbarkeit. Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit (z. B. ein garantiertes SLA) besteht nicht.
7.2 Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind insbesondere Zeiten, in denen der Dienst aufgrund von Umständen nicht oder nur eingeschränkt erreichbar ist, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen – etwa höhere Gewalt, Ausfälle oder Störungen bei externen Dienstleistern (z. B. Hosting-, Speicher-, Zahlungs- oder E-Mail-Anbieter), Störungen des Internets, der Strom- oder Telekommunikationsnetze sowie behördliche oder gerichtliche Anordnungen.
7.3 Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst zur Durchführung von Wartungs-, Reparatur- oder Aktualisierungsarbeiten vorübergehend zu unterbrechen. Planbare Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorab angekündigt.
7.4 Kurzzeitige Ausfälle, Unterbrechungen oder Leistungseinschränkungen begründen keine Schadensersatz-, Minderungs- oder sonstigen Ansprüche des Kunden, soweit sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters beruhen.
§ 7a Sicherheit, höhere Gewalt und Cyber-Vorfälle
7a.1 Der Anbieter trifft nach dem Stand der Technik angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, um den Dienst und die Daten zu schützen (u. a. verschlüsselte Übertragung, Zugriffsschutz, regelmäßige Sicherungen). Ein absoluter Schutz vor unbefugten Zugriffen oder Angriffen ist technisch jedoch nicht möglich und wird nicht geschuldet.
7a.2 Der Anbieter haftet nicht für Schäden, Ausfälle, Datenverluste oder sonstige Beeinträchtigungen, die durch höhere Gewalt oder Ereignisse außerhalb seines Einflussbereichs entstehen. Als solche Ereignisse gelten insbesondere: Cyberangriffe (z. B. Hacking, Schadsoftware, Ransomware, DDoS-Attacken, Phishing), Datendiebstahl durch Dritte, das Ausnutzen bislang unbekannter Sicherheitslücken (Zero-Day), Sabotage, Naturereignisse, Feuer, Stromausfälle, Netzstörungen, Pandemien, Streiks sowie Ausfälle oder Fehlverhalten eingesetzter Dritt-Dienstleister.
7a.3 Die vorstehende Haftungsfreistellung gilt nicht, soweit der Anbieter den betreffenden Vorfall vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht oder eine ausdrücklich übernommene Garantie verletzt hat.
7a.4 Tritt ein Ereignis nach Ziffer 7a.2 ein, wird der Anbieter den Kunden – soweit ihm dies zumutbar und rechtlich möglich ist – unverzüglich informieren und angemessene Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und Wiederherstellung ergreifen. Gesetzliche Melde- und Informationspflichten (z. B. nach Art. 33/34 DSGVO) bleiben unberührt.
§ 8 Auftragsverarbeitung / Datenschutz
Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten von dessen Endkunden verarbeitet, gilt der zwischen den Parteien geschlossene Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO, der im Rahmen der Einrichtung abgeschlossen wird und Bestandteil des Vertrages ist. Bei Widersprüchen zwischen diesen AGB und dem AVV geht der AVV in datenschutzrechtlichen Fragen vor. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.
§ 9 Haftung
9.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften (z. B. Produkthaftungsgesetz).
9.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht, d. h. einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
9.3 Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters – gleich aus welchem Rechtsgrund – ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen sowie für Schäden aus Betriebsunterbrechungen.
9.4 Der Anbieter haftet nicht für Schäden, Ausfälle oder Datenverluste, die auf Ereignissen nach § 7 und § 7a beruhen (insb. höhere Gewalt, Cyberangriffe, Ausfälle externer Dienstleister), sowie nicht für Inhalte, die der Kunde oder dessen Endkunden über den Dienst erfassen, speichern oder verarbeiten.
9.5 Eine Haftung für Datenverluste ist der Höhe nach auf den Aufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
9.6 Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.
§ 10 Datensicherung
10.1 Der Anbieter führt regelmäßige Backups des Systems durch, schuldet jedoch keine lückenlose oder verlustfreie Wiederherstellung einzelner Daten.
10.2 Der Kunde bleibt für den Export bzw. die zusätzliche eigene Sicherung der von ihm besonders benötigten Daten selbst verantwortlich (eine Exportfunktion steht im Konto zur Verfügung). Trotz hoher Sorgfalt können technische Störungen zu Datenverlusten führen; ein Anspruch auf Schadensersatz oder Wiederherstellung besteht insoweit nur nach Maßgabe von § 9.
§ 11 Änderungen der AGB und Preise
11.1 Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens einen Monat vor Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail) mitgeteilt. Der Kunde kann den Änderungen bis zum Inkrafttreten widersprechen und den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens außerordentlich kündigen. Widerspricht der Kunde nicht und nutzt den Dienst nach Inkrafttreten weiter, gelten die geänderten AGB; hierauf wird in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen.
11.2 Preisänderungen werden mindestens 60 Tage vor Inkrafttreten mitgeteilt; dem Kunden steht ein Sonderkündigungsrecht zu.
§ 12 Schlussbestimmungen
12.1 Es gilt das Recht des Staates Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und unter Ausschluss der Regeln des internationalen Privatrechts.
12.2 Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters in New Castle County, Delaware, USA.
12.3 Abweichend von 12.1 und 12.2 gilt für den Auftragsverarbeitungsvertrag nach § 8 und für alle Streitigkeiten über die Verarbeitung personenbezogener Daten das Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Gerichtsstand in der Bundesrepublik Deutschland. Zwingende Vorschriften der Datenschutz-Grundverordnung bleiben in jedem Fall unberührt.
12.4 Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
§ 13 Streitbeilegung
Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an [email protected]. Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/. Zur Teilnahme an einem Verfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit.