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Was kostet eine Vor-Ort-Besichtigung wirklich? (Rechenbeispiel)

Anfahrt, Arbeitszeit, Ausfallquote: Wir rechnen ehrlich vor, was ein Besichtigungstermin kostet – und wann sich der Kundenlink statt der Anfahrt lohnt.

„Die Besichtigung ist kostenlos" – für den Kunden. Für dich nicht. Wir rechnen ehrlich vor, was ein Vor-Ort-Termin wirklich kostet, und wann sich eine Alternative lohnt.

Die ehrliche Rechnung

Nehmen wir einen typischen Besichtigungstermin, 25 Kilometer entfernt:

PostenAnsatzKosten
Fahrt (50 km hin/zurück)0,50 €/km (Sprit, Verschleiß, Versicherung)25 €
Fahrzeit (2 × 30 Min.)60 €/Std. kalkulatorischer Stundensatz60 €
Termin vor Ort (45 Min.)60 €/Std.45 €
Nachbereitung (Fotos sortieren, Notizen)20 Min.20 €

Summe: rund 150 € pro Besichtigung. Selbst wenn du mit niedrigeren Sätzen rechnest, landest du selten unter 80 €. Und das ist erst die halbe Wahrheit.

Der Faktor, den alle vergessen: die Abschlussquote

Nicht jede Besichtigung wird zum Auftrag. Bei einer realistischen Quote von 40–50 % bezahlst du jede gewonnene Baustelle effektiv mit zwei Besichtigungen – also 200 bis 300 € Vertriebskosten, bevor du auch nur einen Handschlag gemacht hast. Bei kleinen Aufträgen frisst das die Marge komplett auf.

Ein 600-€-Auftrag mit 250 € versteckten Besichtigungskosten ist kein Gewinn – er ist Beschäftigungstherapie mit Anfahrt.

Drei Hebel, um die Kosten zu senken

Hebel 1: Anfragen vorqualifizieren

Nicht jede Anfrage verdient einen Termin. Wer vorab die wichtigsten Fakten sammelt – Umfang, Ort, Zeitrahmen, Budgetvorstellung – fährt nur noch zu Anfragen mit echter Abschlusschance. Wie das geht, steht im Artikel Anfragen qualifizieren.

Hebel 2: Den Kunden selbst besichtigen lassen

Für kleine und weit entfernte Aufträge ist der Kundenlink die wirtschaftlichste Lösung: Der Kunde fotografiert sein Objekt selbst und beantwortet deine Fragen – im Browser, ohne App. Deine Kosten: ein paar Minuten fürs Prüfen der Angaben. Statt 150 € kostet dich die „Besichtigung" damit praktisch nichts.

Hebel 3: Jede echte Besichtigung maximal verwerten

Wenn du schon hinfährst, dann richtig: vollständig dokumentieren, damit keine zweite Fahrt nötig wird und das Angebot am selben Tag rausgeht. Eine strukturierte digitale Besichtigung stellt sicher, dass sich die 150 € wenigstens voll auszahlen.

Rechenbeispiel: Was bringt das im Monat?

Ein Betrieb mit 12 Besichtigungen im Monat, Kosten je 120 €:

  • Vorher: 12 Fahrten = 1.440 € Vertriebskosten
  • Nachher: 4 Anfragen laufen über den Kundenlink (kleine/ferne Aufträge), 8 Termine vor Ort = 960 € + Softwarekosten
  • Ersparnis: rund 400–450 € pro Monat – plus die gewonnene Zeit für produktive Arbeit

Zum Vergleich: TrueVisit kostet ab 39 € im Monat (alle Preise). Die Rechnung muss man nicht zweimal machen.

Fazit

Besichtigungen sind Investitionen – und wie jede Investition sollten sie sich rechnen. Die Formel ist einfach: teure Termine nur für vielversprechende, große Aufträge; alles andere per Kundenlink; und jede Fahrt so dokumentieren, dass sie nie umsonst war.

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