Eine Haushaltsauflösung ist mehr als Ausräumen: Sie ist oft mit einem Todesfall, einem Umzug ins Heim oder einer Erbschaft verbunden – emotional für die Auftraggeber, organisatorisch anspruchsvoll für dich. Hier ist der komplette Ablauf, Schritt für Schritt.
Schritt 1: Die Anfrage – zuhören und einordnen
Haushaltsauflösungen werden häufig von Angehörigen beauftragt, die weit weg wohnen und unter Zeitdruck stehen (Kündigungsfrist der Wohnung!). Kläre am Telefon die Basics: Wohnungsgröße, Etage, grober Füllstand, gewünschter Zeitraum – und wer entscheidet. Tipps zur Einordnung von Anfragen findest du im Artikel Anfragen qualifizieren.
Praxis-Tipp: Wohnen die Erben weit weg, ist die Selbst-Besichtigung per Kundenlink Gold wert – ein Angehöriger vor Ort oder der Hausmeister macht die Fotos, und du kalkulierst, ohne dass jemand extra anreisen muss.
Schritt 2: Die Besichtigung – Raum für Raum
Vor Ort (oder per Kundenlink) erfasst du systematisch, was die Kalkulation braucht – Details dazu im Artikel Entrümpelung kalkulieren:
- Jeden Raum fotografieren, auch Keller, Dachboden, Garage, Schuppen
- Füllstand und Art des Hausrats (Möbel, Kleinkram, Papier, Textilien)
- Sonderfälle: Elektrogeräte, Farben/Chemie, Matratzen, eventuell Messie-Situation
- Wertgegenstände notieren – dazu gleich mehr
- Zugänge: Etage, Aufzug, Trageweg, Parkmöglichkeit, Containerstellplatz
Schritt 3: Wertanrechnung – transparent regeln
Antike Möbel, Schmuck, Sammlungen: Bei Haushaltsauflösungen gibt es oft Werte, die den Preis mindern können. Regle das transparent: Was wird angerechnet, was nehmen die Angehörigen selbst mit, was wird entsorgt? Halte die Absprache schriftlich fest – mit Fotos der betreffenden Stücke. Das schützt beide Seiten, gerade wenn mehrere Erben beteiligt sind, die sich untereinander abstimmen müssen.
Schritt 4: Das Angebot – schnell und nachvollziehbar
Aus der dokumentierten Besichtigung wird das Angebot: Volumen, Personal, Container, Sonderposten, abzüglich Wertanrechnung. Je schneller und nachvollziehbarer dein Angebot, desto besser deine Chancen – Angehörige unter Zeitdruck beauftragen oft den, der zuerst seriös liefert. Mit einer PDF-Zusammenfassung der Besichtigung als Anlage zeigst du, dass du gründlich gearbeitet hast.
Schritt 5: Die Durchführung – mit Plan
- Termin und Team im Kalender, Aufgaben zugewiesen
- Reihenfolge festlegen: erst Wertsachen sichern, dann räumen, zuletzt besenrein
- Vorher-Fotos vom Treppenhaus und den Zugängen (Beweissicherung)
- Getrennte Entsorgung dokumentieren – Nachweise für den Auftraggeber aufheben
Schritt 6: Abnahme und Abschlussprotokoll
Am Ende steht die Übergabe: besenreine Räume, oft direkt an den Vermieter oder Verwalter. Genau hier entsteht ohne Dokumentation der spätere Ärger – „da fehlte eine Lampe", „der Kratzer im Parkett war vorher nicht da". Ein Abschlussprotokoll mit Fotos aller leeren Räume und Unterschrift des Auftraggebers macht die Übergabe wasserdicht – besonders wichtig, wenn der Auftraggeber gar nicht vor Ort ist und du an den Vermieter übergibst.
Der ganze Ablauf in einem System
Von der Anfrage über die Besichtigung bis zum Abschlussprotokoll: Mit TrueVisit für Entrümpelung und Haushaltsauflösung liegt alles an einem Ort – auch wenn zwischen Besichtigung und Durchführung Wochen liegen und die Erben in einer anderen Stadt wohnen. Du kannst es einen Monat kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten.
Fazit
Eine Haushaltsauflösung läuft gut, wenn drei Dinge stimmen: eine gründliche, dokumentierte Besichtigung, transparente Absprachen zu Werten – und eine saubere Übergabe mit Protokoll. Wer diese drei Punkte im Griff hat, arbeitet entspannter, wird weiterempfohlen und diskutiert hinterher nicht über fehlende Lampen.