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Badsanierung: Die Besichtigungs-Checkliste für SHK-Betriebe

Von Maßen über Leitungen bis Estrich: Was SHK-Profis bei der Badbesichtigung erfassen sollten, damit die Kalkulation hält – mit kompletter Checkliste.

Die Badsanierung gehört zu den anspruchsvollsten Angeboten im SHK-Handwerk: viele Gewerke, versteckte Risiken, hohe Kundenerwartungen. Diese Checkliste stellt sicher, dass du nach der Besichtigung alles hast, was deine Kalkulation braucht.

Warum sich Bad-Angebote so oft verschätzen

Das Bad ist klein, die Fehlerquellen sind groß: Was hinter Fliesen und unter Estrich steckt, sieht niemand von außen. Dazu kommen Wünsche, die sich während des Projekts ändern, und Details – Türbreiten, Leitungswege, Trocknungszeiten – die den Zeitplan kippen können. Die beste Versicherung dagegen ist eine gründliche, dokumentierte Besichtigung.

Die Checkliste für die Bad-Besichtigung

1. Bestandsaufnahme – Fotos von allem

  • Jede Wand einzeln fotografieren, dazu Boden und Decke
  • Details: Wanne, Dusche, WC, Waschtisch, Armaturen, Heizkörper
  • Anschlüsse und Leitungen, soweit sichtbar (Vorwand, Rohre, Ecken)
  • Zustand der Fugen, Silikon, Anzeichen von Feuchtigkeit oder Schimmel

2. Maße

  • Grundriss: Länge, Breite, Raumhöhe
  • Fenster (Größe, Position) und Tür (Breite! – wichtig für Wanne und Duschwand)
  • Positionen der bestehenden Anschlüsse

3. Technik und Substanz

  • Alter des Hauses und der letzten Sanierung
  • Leitungsmaterial, soweit erkennbar (Kupfer, Verbund, Blei im Altbau?)
  • Bodenaufbau/Estrich – gibt es Hinweise auf Probleme?
  • Elektrik im Bad: FI vorhanden, Positionen von Steckdosen und Licht
  • Entlüftung: Fenster oder Lüftungsanlage?

4. Kundenwünsche – konkret machen

  • Dusche statt Wanne? Bodengleich? Walk-in?
  • Ausstattungsniveau: Standard, gehoben, Premium (mit Beispielen arbeiten)
  • Barrierefreiheit jetzt oder später relevant?
  • Fliesenwünsche: Format, Höhe der Verfliesung
  • Budgetrahmen offen ansprechen – spart beiden Seiten Enttäuschungen

5. Baustellenlogistik

  • Etage, Aufzug, Treppenhaus (Schutz nötig?)
  • Wohin mit Schutt und Altgeräten – Containerstellplatz?
  • Bleibt das Bad während der Sanierung das einzige? (Zeitdruck!)
  • Parken und Materiallagerung

Tipp: Arbeite die Punkte immer in derselben Reihenfolge ab. Routine ist der beste Schutz gegen Vergessen – besonders, wenn der Kunde nebenher viele Fragen stellt.

Von der Checkliste zur App

Diese Checkliste kannst du dir ausdrucken – oder du hinterlegst sie einmal als Fragenkatalog in einer Besichtigungs-App. In TrueVisit für SHK-Betriebe legst du die Dienstleistung „Badsanierung" mit genau diesen Fragen an. Bei jeder Besichtigung führt dich die App durch, Fotos landen beim richtigen Raum, und am Ende steht eine PDF, mit der du kalkulierst – oder die du deinem Großhändler für die Badplanung mitgibst.

Bonus: Die Vorab-Einschätzung per Kundenlink

Nicht jede Bad-Anfrage ist ein ernsthaftes Projekt. Schick unentschlossenen Interessenten zuerst den Kundenlink: Fotos vom Bad plus Grundmaße und Wünsche. Damit erkennst du Projektgröße und Ernsthaftigkeit – und kommst zum Vor-Ort-Termin mit Vorwissen, das den Kunden beeindruckt.

Fazit

Eine Badsanierung gewinnt oder verliert man bei der Besichtigung. Wer Bestand, Maße, Technik, Wünsche und Logistik systematisch erfasst – und dokumentiert –, kalkuliert sicher, plant realistisch und erspart sich die teuren Überraschungen hinter der ersten Fliesenreihe.

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